Festung Bourtange

Wo Sie heute auf dem Rasen stehen, lagerten vor 350 Jahren die Söldner von Bommen Berend und warteten darauf, endlich angreifen zu dürfen. Berend (das ist der Beiname von Bernhard von Galen, dem Bischof von Münster) wollte die Festung Bourtange am liebsten ohne allzu viel Blutvergießen einnehmen. Er bot Hauptmann Prott 200.000 Gulden und einen attraktiven Adelstitel. Dessen Antwort wurde folgendermaßen überliefert: „Hier warten 200.000 Kugeln auf dich, wenn du die Belagerung nicht beendest.“ Anschließend flogen mehrere Tage lang Kugeln und Granaten auf Bourtange und auf die Belagerer, bis Bommen Berend sein Geld nahm und abzog. Prott war ein Held, die Festung war erhalten geblieben.


 

"Wo Sie heute die Füße ins Gras legen, haben vor 350 Jahren die Söldner von Bommen Berend vor 350 Jahren auf den Angriffsbefehl gewartet."

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Heutzutage kommt man deutlich einfacher in die Festung Bourtange hinein. In den 1960er Jahren entschied die Gemeinde Vlagtwedde, die Festung wieder in ihren alten Zustand zu versetzen. Mit jedem Schritt über die Zugbrücke gelangen Sie tiefer in vergangene Zeiten.

Und wenn Sie Ihren Besuch gut geplant haben, werden Sie Zeuge der Schlacht um Bourtange, die dort nachgespielt wird. Aber auch an den Tagen, an denen keine historisch gekleideten Personen die Stadt bevölkern, spüren Sie an jeder Straßenecke einen Hauch von Geschichte. Die Soldatenunterkünfte, das Haus des Hauptmanns („Kapiteinswoning“), die Synagoge und das neue Pulverhaus sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Übernachten sollten Sie unbedingt in einem solcher Zimmer, in denen auch der Hauptmann oder die Soldaten schliefen. Solche Zimmer können Sie über Bourtange.nl/overnachten buchen.



Übernachtung